| IN-MEMORIAM | |
_Abschied von Jan Robert Bloch |
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Abschied von Jan Robert Bloch Als wir Jan Robert Bloch einluden, beim Projekt „Raum für Utopie“ mitzumachen, kam die Antwort spontan und herzlich: „Eine schöne Idee. Ich bin gern dabei und freue mich darauf.” Angesichts der Nachricht von seinem Tod bedauern wir zutiefst, dass es uns nicht mehr möglich ist, das für dieses Jahr geplante Gespräch zu führen. Wir haben einen Hauptzeugen des utopischen Denkens verloren; denn Jan Robert Bloch besaß nicht nur das Charisma, der Sohn eines der herausragendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts zu sein, sondern er trug auch selbst mit eigenen Studien und politischen Projekten dazu bei, das philosophische Erbe seines Vaters wach zu halten. 1937 wurde er in Prag geboren, einer der Stationen des Exils von Ernst und Karola Bloch, vor der Flucht in die USA. Sein Geburtsdatum fällt also in eine der dunkelsten Epochen der jüngeren Geschichte, aber auch in die Zeit, in der die Absicht zu dem großen Werk Das Prinzip Hoffnung Form annahm, das die Möglichkeiten einer sozialen Revolution neu fundieren sollte. Beziehungsvoll widmete Ernst Bloch das Buch „Meinem Sohn Jan Robert Bloch“. Bei seiner gesamten Tätigkeit als Naturwissenschaftler, Sozialphilosoph, Dozent der Universitäten Kiel und Potsdam sowie als Essayist war die Philosophie für Jan Robert Bloch von der gesellschaftlichen Praxis nicht zu trennen. Er analysierte das Verhältnis der Industriegesellschaften zur Natur sowie die Veränderungen in der Arbeitswelt und forderte eine Versöhnung von Mensch und Natur mittels einer Allianztechnik. Seit ihrer Gründung vor nahezu 25 Jahren unterstützte er die Ernst-Bloch-Gesellschaft und veröffentlichte zahlreiche Artikel im Bloch-Jahrbuch. In Kristalle der Utopie (1995) setzte er sich mit der Philosophie seines Vaters auseinander, wobei er neueren Thesen vom „Ende der Utopie“ widersprach. 2009 veröffentlichte er Briefe durch die Mauer, den in den Jahren 1954 bis 1998 entstandenen Briefwechsel zwischen Ernst und Karola Bloch (nach ihrer Übersiedlung nach Tübingen) und dem befreundeten Paar Jürgen und Johanna Teller in Leipzig. In dem Dialog zwischen den Dissidenten in beiden Teilen Deutschlands scheint die Hoffnung auf eine neue freie Gesellschaft auf. Jan Robert Bloch widmete sich auch dem Kampf gegen das Vergessen des Holocaust. Seine letzte Anstrengung in dieser Richtung galt dem Gedächtnis der Textilfabrikanten Felix und Arthur Löwenstein aus Mössingen (Baden-Württemberg), die von den Nationalsozialisten vertrieben worden waren. Pioniere auf ihrem Gebiet, entwickelten sie eine neue Technik des Textildrucks in Anlehnung an die modernen Tendenzen des Bauhauses in Dessau. Claudia Kalász Francesc Abad und die Arbeitsgruppe um das “Bloch -Projekt: Raum für die Utopie” Barcelona, 23. Mai 2010 |
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Adéu a Jan Robert Bloch Quan vam convidar a Jan Robert Bloch a participar en el projecte “Espai per a la utopia” va respondre immediatament i amb gran cordialitat: “Eine schöne Idee. Ich bin gern dabei und freue mich darauf” [Una idea bonica. Hi participaré de bon grat i ja espero la trobada .”] Davant la notícia de la seva mort vam sentir profundament no haver pogut realitzar l'entrevista, projectada per a aquest any. Vam perdre un testimoni clau del pensament utòpic, ja que Jan Robert Bloch no solament va tenir el carisma de ser fill d'un dels pensadors més destacats del segle XX, sinó que ell mateix va contribuir amb estudis i projectes polítics a mantenir viva l'herència filosòfica d‘Ernst Bloch. Claudia Kalász Francesc Abad i el grup de treball del “Bloch-Projekt: Espai per a la utopia” Barcelona, 23 de maig del 2010 |
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Adiós a Jan Robert Bloch Cuando invitamos a Jan Robert Bloch a participar en el proyecto “Espacio para la utopía” respondió inmediata y cordialmente: “Eine schöne Idee. Ich bin gern dabei und freue mich darauf.” [Una idea bonita. Participaré con mucho gusto y me alegra pensar en el encuentro.” Ante la noticia de su muerte, sentimos profundamente no haber podido llevar a cabo la entrevista, proyectada para este año. Perdimos a un testigo clave del pensamiento utópico, puesto que Jan Robert Bloch no solamente tuvo el carisma de ser hijo de uno de los pensadores más destacados del siglo XX, sino que él mismo contribuyó con estudios y proyectos políticos a mantener viva la herencia filosófica de Ernst Bloch. Claudia Kalász Francesc Abad y el grupo de trabajo del “Bloch-Projekt: Espacio para la utopía” Barcelona, 23 de mayo 2010
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